Rückblick 2020 und Ausblick auf 2021

 

Rückblick auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2020

2020 wird uns noch allen lange in Erinnerung bleiben; ein turbulentes Jahr, welches insbesondere der CORONA-Pandemie geschuldet war. Die COVID-19-Pandemie hatte einen ungeheuren Einfluss nicht nur auf unser tägliches Leben, sondern stellte uns in unserer musealen Arbeit vor große Hürden. Viele geplante und mit Akribie vorbereitete museale Projekte konnten nicht oder nur bedingt angeboten, umgesetzt und von Besuchern genutzt werden.

Unter dem Arbeitsmotto: „75 Jahre Frieden – Szenen einer Nachbarschaft“ präsentierten wir von den geplanten 9 insgesamt 8 Sonderausstellungen, wobei hier 2 Sonderausstellungen aufgrund der pandemiebedingten Schließung des Museums vorwiegend virtuell zu erleben waren. Von den vorbereiteten 12 Sonderveranstaltungen mit 57 Angeboten konnten wir insgesamt 9 Sonderveranstaltungen mit 43 Angeboten durchführen.

Die Durchführung erfolgte ab März 2020 unter pandemiebedingten Regelungen, die auch Museumsschließungen beinhalteten. Diese Gegebenheiten führten wiederum zu Rückgängen der (reellen) Besucher. Unsere Museen waren vom 14. März bis zum 27. April sowie vom 2. November bis zum 31. Dezember geschlossen.
 
Neu im Veranstaltungsjahr 2020 war für uns eine Beteiligung im Rahmen des Themenjahres Kulturland-Brandenburg. In Kooperation mit dem Archiv historische Alltagsfotografie präsentierten wir eine Sonderausstellung unter dem Titel: „Feuer & Flamme – Küchenalltag in Kriegs- und Friedenszeiten“.

Trotz der Pandemie konnten wir eine gute Besucherresonanz verzeichnen, die in 2020 insbesondere auf virtuelle Besucher basierte. Leider verhinderte die Pandemie auch, dass einige der geplanten Veranstaltungen ganz bzw. nur begrenzt durchgeführt werden konnten.

Der Tatsache geschuldet, dass auf Grund der Corona- Pandemie zeitweise auch die Gubener Museen geschlossen waren, entwickelten wir virtuelle Angebote über unsere Ausstellungen und stellten diese auf unsere Webseite sowie auf unseren Facebook-Account. Letztendlich haben wir damit 7.256 virtuelle Gäste – User – auf unserer Webseite und dem Facebook-Account erreicht, die es freute, auf diese Art und Weise „Museumsluft“ in unseren Gubener Museen zu „schnuppern“. So konnten wir in jedem Fall das Interesse und die Aufmerksamkeit auf unsere vielfältigen musealen Angebote beibehalten und neue Interessierte gewinnen sowie die Gubener und Gäste für einen Besuch in den Museen der Stadt Guben, ob nun virtuell oder real, begeistern.

So konnten wir in jedem Fall das Interesse und die Aufmerksamkeit auf unsere vielfältigen musealen Angebote beibehalten und neue Interessierte gewinnen sowie die Gubener und Gäste für einen Besuch in den Museen der Stadt Guben, ob nun virtuell oder real, begeistern. Die virtuellen Besucher erfassten wir seit März bis zum Ende des Jahres. Insgesamt zählten wir in 2020 in beiden Museen 8.908 Besucher.

Seit der Eröffnung des Stadt- und Industriemuseums am 8. Juli 2006 bis Ende 2020 besuchten 70.141 Besucher das Stadt- und Industriemuseum und für den Zeitraum von 1995 bis 2020 können wir 96.805 Gäste im Heimatmuseum „Sprucker Mühle“ aufweisen.

 

Besondere Ausstellungen in 2020 waren, u.a.:

-  "Sandmann, lieber Sandmann" (insgesamt 1.120 Besucher*innen)

-  "Stadtentdecker" - eine Ausstellung von Schüler*innen der Europaschule, die in ihren Arbeiten einen Blick auf eine attraktive Umgestaltung Gubener Gebäude zur kulturellen Nachnutzung gaben. (insgesamt 409 Besucher*innen)

-  "Landschaft - anders" - eine deutsch-polnische Sonderausstellung mit textilen Arbeiten in Kooperation mit den Textilern der Gubener Kunstgilde e.V. unter Elke Wetzel und der Galerie Rathaus unter Dorota Chwalek. (178 reelle und 3923 virtuelle Besucher*innen)

-  "Osterglanz im Museum" - Osterausstellung mit Arbeiten von Alfons Schulze, Inge Ewersbach und Annett Grunwald. Präsentiert wurden filigrane und einzigartige Kunstwerke am Tauben, -Hühner, -Enten, -Gänse- und Straußenei in verschiedensten Herstellungstechniken. (53 reelle und 3923 virtuelle Besucher*innen)

-  "Feuer & Flamme. Küchenalltag in Kriegs- und Friedenszeiten" - eine Erlebnisausstellung des Archivs historische Alltagsfotografie zu Küchenalltag in Kriegs- und Friedenszeiten (787 reelle und 3466 virtuelle Besucher*innen)

-  "Fünf vor Zwölf" - eine Ausstellung der Euroregion Spree-Neiße Bober, die im Rahmen eines deutsch-polnischen Malwettbewerbes zum Thema "Klimaschutz und Demokratie" berichtete. (130 reelle und 444 virtuelle Besucher*innen)

-  "Schnipp schnapp - es war einmal" - Märchen-Scherenschnitte von Erika Schirmer - Die Ausstellung konnten wir auf Grund der musealen Schließung nicht präsentieren. Die Ausstellung wurde daher ins Jahr 2021 verschoben und wird dort im Rahmen eines Weihnachtsangebotes präsentiert werden.

 

Besondere Veranstaltungen in 2020 waren, u.a.:

- „75 Jahre Frieden – Szenen einer Nachbarschaft“ - in der deutsch-polnischen Festveranstaltung erfolgte die feierliche Übergabe eines Gemäldes von Klaus Janck an die Stadt Guben/ an das Museum. 75 Jahre friedlichen Zusammenlebens der Städte Guben - Gubin wurde mit all seinen Facetten hervorgehoben und gewürdigt.

- 16. Museumsnacht im Landkreis Spree-Neiße zum Thema: "Krieg und Frieden - Szenen einer Nachbarschaft“ mit einem deutsch-polnischen Programm.

-  "Kochführung zum Thema: „Küche früher – Küche heute“ - eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung "Feuer & Flamme - Küchenalltag in Kriegs- und Friedenszeiten"

Die 2. geplante Kochführung zum Thema "Resteverwertung" sowie die traditionelle deutsch-polnische Weihnachtsveranstaltung "Weihnachtliches und Kulinarisches beiderseits der Neiße" mussten leider aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Museumsschließungen abgesagt werden.

 

Die Personalsituation:

Seit April 2015 sieht die personelle Situation im Bereich Museen so aus, dass 2 Mitarbeiterinnen die gesamte museale Arbeit, inklusive Vorbereitungen von Ausstellungen und Veranstaltungen, Inventarisierung musealer Objekte, Recherchearbeiten zur Gubener Geschichte sowie Verwaltungsarbeit (Aufzählung ist nicht abschließend) durchführen. Trotz der Gewährung der Elternzeit für eine Mitarbeiterin und der sich daraus schließenden notwendigen Vertretung wurden die vielfältigen musealen Arbeiten erfolgreich durchgeführt.

An dieser Stelle geht ein großer Dank an all diejenigen, die sich ehrenamtlich in unsere museale Arbeit einbringen bzw. uns immer wieder zur Seite stehen und unsere Arbeit unterstützen und somit zu unserem jährlichen Erfolg beitragen. Herzlichen Dank und bleiben Sie uns treu. 

 

Ausblick auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2021

User diesjähriges Arbeitsmotto lautet: "Gebraut - Geschaut - Erzählt"

Im Ausstellungsjahr 2021 sind zunächst 7 Sonderausstellungen im Stadt- und Industriemuseum geplant sowie ca. 50 Sonderveranstaltungen in beiden Museen der Stadt Guben. Erfahrungsgemäß steigt im Laufe des Jahres die Anzahl der Ausstellungen und der Sonderveranstaltungen aufgrund der Nachfrage von Kitas und Schuleinrichtungen sowie von Vereinen und externen Anfragen.

Ausstellungshöhepunkte werden in diesem Jahr sicherlich die Sonderausstellung über Gubener Brauereien unter dem Thema: „Gebraut – Geschaut – Erzählt“ sein. Ebenso die ab November vorgesehene Scherenschnitt-Ausstellung unter dem Titel: „Schnipp und schnapp – es war einmal“, in der Märchen im Scherenschnitt von Erika Schirmer dargestellt werden.

Auch in diesem Jahr werden Jubiläen mit Sonderausstellungen in unseren Museen begangen; zum einen präsentiert sich hier die Gubener Kunstgilde e.V. im September zu ihrem 30-jährigen Bestehen und zum anderen Doris und Karl-Heinz Hoffmann – beide Gubener Kreativkünstler - zu ihrem eigenen und persönlichen Lebensjubiläum im November.

Unsere traditionelle Osterausstellung gestalten wir in diesem Jahr erstmalig als „Schaufenster-Ausstellung“.

 

Als Veranstaltungshöhepunkte in 2021 empfehle ich einen Vortrag in den Sommermonaten zum Thema:  „Verlustsache märkischer Sammlungen“. Dr. Christian Hirte aus Berlin präsentiert seine Forschungsarbeit über die Recherche und Rekonstruktion von Kriegsverlusten und thematisiert auch das einstige Gubener Stadtmuseum und seine Sammlungen.

Anlässlich des deutschlandweiten Tag des Hutes, des 15-jährigen Bestehens des Dienstleistungskomplexes „Stadtverwaltung“ mit seinen autarken Einrichtungen: Stadtbibliothek, Städtische Musikschule „Johann Crüger“ und dem Stadt- und Industriemuseum und nicht zuletzt der jahrhundertalten Hut-Tradition in der ehemaligen Wilke-Hutfabrik feiern wir am 31. Oktober ein Fest im Rahmen der Sonderveranstaltung: „Ob Groß, ob Klein, ein Hut muss sein“. Hierbei steht in allen Angeboten natürlich das Thema „HUT“ im Mittelpunkt.
 
Und natürlich sind auch weitere museale Angebote wie Workshops, Führungen und Vorträge in Planung. Zu erfahren sind diese zeitnah in der regionalen Presse sowie auf unserer Museumswebseite unter der Rubrik Aktuelles.
 
Die in 2020 begonnene Marketingstrategie werden wir auf alle Fälle auch in 2021 für unsere musealen Angebote nutzen, um wiederum auf allen möglichen Marketingkanälen präsent zu sein und ausführlich zu informieren

Aktuelle Informationen und Hinweise (gerade auch in Bezug auf coronabedingte Einschränkungen) entnehmen Sie bitte der Rubrik "Aktuelles" bzw. der Rubrik "Quartalsnachrichten".

Änderungen vorbehalten!

 

Liebe Leser,

meine Kollegin und ich würden uns sehr freuen, wenn wir Sie auch in diesem Jahr wieder in einem der beiden Museen begrüßen dürfen und Sie unsere vielfältigen musealen Angebote wahrnehmen. In unserem Gästebuch oder auch gern in einem persönlichen Gespräch freuen wir uns auf Ihr Feedback sowie über Anregungen und Ideen für weitere museale Projekte. Wenn Sie unsere Arbeit gern ehrenamtlich begleiten und unterstützen möchten, können Sie sich unter unseren Kontaktdaten bei uns melden. Wir würden uns sehr darüber freuen!

Heike Rochlitz, Leiterin der Museen der Stadt Guben

 

 

 

 

 

 

 


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