Virtuell in die Sonderausstellung "Landschaft - anders"

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Die deutsch-polnische Sonderausstellung stellt auf künstlerischer Ebene einen Baustein der Zusammenarbeit zwischen Städten Guben und Gubin dar. In der Schau werden Kunstwerke der Neißestichlinge, unter der Anleitung von Elke Wetzel und Karin Schröder, der Gubener Kunstgilde sowie Werke der polnischen Künstlerin und Kunstgildenmitglied Dorota Chwalek präsentiert. 

Gezeigt werden unterschiedliche Darstellungen zum Thema "Landschaft" in den Techniken Malerei und Textil. Aufgrund der aktuellen Lage ist ein Besuch im Stadt- und Industriemuseum derzeit leider nicht möglich. Daher gibt es nun einen virtuellen Einblick in die Vielfältigkeit der künstlerischen Umsetzung des Themas "Landschaft"

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Dorota Chwalek arbeitet seit 35 Jahren als bildende Künstlerin am Gubiner Kulturhaus und ist den Städten Gubin und Guben sehr verbunden. Sie ist u.a. Organisatorin der internationalen Freilichtmalerei und Veranstalterin der Fotogruppe "Fototerapia". Seit vielen Jahren agiert sie zudem als Ausbilderin in der künstlerischen Arbeit mit Kindern.

Für ihre Arbeiten nutzt sie Aquarell, Öl, Acryl, Pastell, Grafik, Keramik und Holz. Zu ihrem Repertoire gehören aber auch die Seidenmalerei, Karikaturen, Satire, Kunsthandwerk, Holzverarbeitung und Floristik. Ihre vielfältigen Kunstwerke waren schon in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland sowohl als Sammel- als auch als Einzelausstellung zu sehen. Auch im Stadt- und Industriemuseum war sie schon mit vielen Ausstellungen vertreten.  

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Die Arbeit auf dem Gebiet der Textilgestaltung begann mit der Gründung der Gubener Kunstgilde e.V. 1991. Unter der Anleitung von Elke Wetzel und Karin Schröder gibt es derzeit vier Gruppen, die sich mit der Textilgestaltung und Patchwork-Arbeiten beschäftigen und vielfältige, kreative Kunstwerke erschaffen. 

Neben der normalen Zirkelarbeit werden an Wochenenden auch Workshops organisiert sowohl mit eigenen Zirkelleitern als auch mit Kursleitern aus anderen Bundesländern. Die Textilgruppen der Kunstgilde beteiligen sich mit ihren kreativen Arbeiten aktiv am Ausstellungsgeschehen des Vereins. Neben eigenen Ausstellungen haben die Textiler auch Gastausstellungen nach Guben geholt, um zu zeigen, dass Patchwork auch international an Bedeutung gewonnen hat. 

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Elke Wetzel beschreibt ihre Patchworkarbeit: "Gute alte Zeit"

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 "Diese Patchworkarbeit wurde nach einer für uns neuen interessanten Technik gearbeitet. Der Titel ist »gute alte Zeit« und ich wollte damit über unsere Familie einen Rückblick-Stammbaum halten.

Damit stand fest, es musste ein Baum vorhanden sein, alte Stoffe aus meiner frühesten Jugend, Spitzenelemente und Knöpfe aus der weiteren Vergangenheit und Bilder aus unserer Familiengeschichte.

Nach Gestaltung des Entwurfes und Anfertigen der Schablonen für die einzelnen Teile, wurden diese aneinandergenäht. Nach Fertigstellung der Grundfläche wurden ein Vlies und der Hintergrundstoff angeheftet. Nun war es Aufgabe alle Nähte mit einer Ziernaht, einer Kordel, einem Wollfaden oder einer Borte zu verdecken. Zusätzlich wurde der Baum gestaltet und die Fotos unserer Familie eingearbeitet. Die Landschaftsflächen wurden mi Stickstichen, Spitzenelementen und Knöpfen gestaltet. Durch das Aufbringen der Elemente auf die Nähte und die Stickerei auf die 3 Lagen Stoff wird der 3D – Effekt der Arbeit erzeugt und damit der typische Quilteffekt erzeugt. Die Umrandung bildete den Abschluß der Arbeit.

Von der Idee bis zur Fertigstellung steckt eine Arbeitszeit von ca. 150 Std darin.

Die Neißestichlinge haben diese Technik ebenfalls ausprobiert und die Ergebnisse sind ebenfalls in dieser Ausstellung zu bewundern. Auch sie haben gemerkt, dass die fertige Arbeit sehr gut aussieht und keiner erkennt, wieviel Kleinarbeit darin steckt."

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