Vom 10. Juni bis 26. Oktober 2026 lädt das Stadt- und Industriemuseum Guben zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung ein, die einen Bereich des Museums in den Mittelpunkt rückt, den Besucherinnen und Besucher sonst kaum zu Gesicht bekommen: den Museumsfundus. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Wie gelangen historische Objekte in eine Museumssammlung? Welche Anforderungen stellen die Aufgaben Bewahrung, Erforschung und Dokumentation dieser Zeugnisse an einen Raum? Und welche Geschichten und Erinnerungen schlummern in den Regalen, Schränken und Depots eines Museums?
Die Ausstellung gibt erstmals einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Gubener Museumsfundus und erklärt anschaulich die Grundlagen der musealen Sammlungsarbeit. Dabei wird deutlich, dass ein Fundus weit mehr ist als ein bloßer Lagerort: Er ist das Gedächtnis der Stadt, ein Schatz aus tausenden Objekten, Fotografien und Dokumenten, die von der Vergangenheit Gubens erzählen.
Besucherinnen und Besucher erwartet eine faszinierende Auswahl kurioser, ungewöhnlicher und einzigartiger Exponate, die normalerweise ehr seltener präsentiert werden. Jedes dieser Objekte trägt seine eigene Geschichte in sich, manchmal überraschend, manchmal bewegend, bisweilen sogar abenteuerlich und manchmal tragen sie auch uns unbekannte Geschichten. Die Ausstellung erzählt von diesen Geschichten und macht deutlich, wie eng die einzelnen Stücke mit der Stadt- und Alltagsgeschichte verbunden sind.
Mit einem Augenzwinkern und viel Liebe zum Detail eröffnet die Sonderausstellung eine humorvolle Perspektive auf die oft unsichtbare, aber unverzichtbare Arbeit hinter den Kulissen eines Museums. Sie lädt dazu ein, die Aufgaben von Sammlung, Forschung und Bewahrung aus nächster Nähe kennenzulernen und den Museumsalltag einmal aus einer ganz neuen Sicht zu erleben.
Ein besonderer Schwerpunkt widmet sich der Gubener Wirtschaftsgeschichte vor 1945. In einem heimatgeschichtlichen Ausstellungsteil stehen ehemalige Handelsunternehmen der Stadt im Mittelpunkt. Welche Erinnerungen gibt es noch an den Herrenausstatter H. Haake, der einst am Gubener Markt ansässig war? Was wissen Sie über das Modewarenhaus von Hermann Meier? Anhand ausgewählter Objekte wird die Geschichte dieser traditionsreichen Geschäfte wieder greifbar gemacht.
Hier sind die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zum Mitmachen eingeladen: Welche Geschichten, Anekdoten oder Erinnerungsstücke sind in Familien überliefert? Gibt es noch Fotos, Dokumente oder Gegenstände, die an diese längst verschwundenen Unternehmen erinnern? Gemeinsam mit dem Publikum möchte das Museum den verborgenen Spuren der Gubener Handelsgeschichte nachgehen und bislang unbekannte Geschichten ans Licht bringen.
Die Sonderausstellung verbindet spannende Einblicke in die Museumsarbeit mit überraschenden Objekten und lebendiger Stadtgeschichte. Sie richtet sich an alle, die neugierig sind, wie Geschichte bewahrt wird, und Lust haben, selbst ein Teil dieser Spurensuche zu werden.
Im Verlauf der Ausstellungsdauer wird es für interessierte Besucher die Möglichkeit geben, die Ausstellung im Rahmen einer öffentlichen Führung zu erkunden. Die Termine werden rechtzeitig angekündigt und es wird um Anmeldung gebeten. Bei Interesse kann auch nach Terminen für Privatgruppen gefragt werden.

