Das deutsch-polnische Stadt- und Industriemuseum
Im Herzen der Doppelstadt Guben/Gubin lädt das Stadt- und Industriemuseum am Friedrich-Wilke-Platz seine Besucher auf eine faszinierende Zeitreise durch die bewegte Geschichte einer geteilten und doch verbundenen Region ein – die turbulente Entwicklung einer einzigartigen Stadt: mit Geschichten zum Staunen, zum Anfassen und mit Hüten zum Aufsetzen.
Seit seiner Eröffnung im Sommer 2006 bietet das Museum auf 450 Quadratmetern nicht nur spannende Einblicke in die Stadtentwicklung Gubens, sondern beleuchtet insbesondere auch die traditionsreiche Hut- und Tuchindustrie, die einst das wirtschaftliche Rückgrat der Region bildete. Was dieses Museum besonders macht, ist sein konsequenter Blick über die Neiße: Als deutsch-polnische Einrichtung schlägt es eine kulturelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Guben und Gubin. Die Ausstellung würdigt die gemeinsame Geschichte beider Städte, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verwoben war – und es heute wieder ist.
Neben der Dauerausstellung bietet die Website der Gubener Museen umfassende Informationen zu Öffnungszeiten, aktuellen Veranstaltungen und Sonderausstellungen sowohl im Stadt- und Industriemuseum als auch im Heimatmuseum "Sprucker Mühle".
Ob historisch interessiert, kulturbegeistert oder einfach neugierig – wer mehr über das Leben, Arbeiten und Zusammenleben in einer geteilten Stadt erfahren möchte, ist hier genau richtig.
In diesem Monat präsentiert das Stadt- und Industriemuseum in der Reihe „Exponat im Fokus“ ein Foto aus dem Jahr 1947.
Das historische Foto zeigt die Brandenburgische Straße in Guben und führt die schweren Folgen des Zweiten Weltkrieges unmittelbar vor Augen. In den letzten Kriegsmonaten 1945 wurde Guben zum Kriegsschauplatz. Die Kämpfe an der Neiße hinterließen massive Zerstörungen. Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und ganze Straßenzüge wurden schwer beschädigt oder vollständig vernichtet. Besonders betroffen war das historische Stadtzentrum.
Am 17. September 2026 findet ab 12:00 Uhr im „Kulturhaus Gubin“ (Gubiński Dom Kultury / Westerplatte 14, 66-620 Gubin, Polen) ein zweiter öffentlicher Workshop im Rahmen des Interreg-geförderten Projekts „Qualifizierte Konzeptstudie für ein deutsch-polnisches Nachbarschaftsmuseum“ für Guben/Gubin statt.
100 Jahre Villa Wolf - Ein verschwundenes Meisterwerk, eine große Vision und eine Geschichte, die bis heute weiterlebt.
Vor 100 Jahren entstand in Guben mit der Villa Wolf ein bedeutendes Werk von Ludwig Mies van der Rohe. Auch wenn das Gebäude heute nicht mehr existiert, ist seine Geschichte lebendiger denn je. Am Sonntag, den 20. September 2026, von 14:00 bis 18:00 Uhr lädt das Museum zu einem besonderen Nachmittag rund um die Villa Wolf und die Gubener Stadtgeschichte ein. Ab 14:00 Uhr können zunächst die beiden Sonderausstellungen besucht werden.
Entdecken Sie die aktuellen Sonderausstellungen der Museen der Stadt Guben bei einer fachkundigen Führung und erfahren Sie spannende Hintergründe zu ausgewählten Exponaten, ihren Geschichten und ihrer Bedeutung für Guben und die Region. In der Sonderausstellung „Spuren der Vergangenheit: Archäologie und Bodendenkmalschutz in Guben“ begeben Sie sich auf eine Reise in die frühe Geschichte der Region. Archäologische Funde erzählen vom Leben vergangener Zeiten und zeigen, wie diese Zeugnisse entdeckt, erforscht und für kommende Generationen bewahrt werden.
Vom 26. Juni bis 30. Oktober präsentiert das Stadt- und Industriemuseum Guben eine Sonderausstellung zu einem ebenso spannenden wie faszinierenden Thema: Archäologie und Bodendenkmalschutz. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen beiden? Was genau macht ein Archäologe oder eine Archäologin? Welche bedeutenden archäologischen Ausgrabungen fanden in Guben und der näheren Umgebung statt? Und wer waren die Menschen, die diese wertvollen Funde entdeckten, dokumentierten und bis heute bewahrten?
Vom 10. Juni bis 26. Oktober 2026 lädt das Stadt- und Industriemuseum Guben zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung ein, die einen Bereich des Museums in den Mittelpunkt rückt, den Besucherinnen und Besucher sonst kaum zu Gesicht bekommen: den Museumsfundus. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Wie gelangen historische Objekte in eine Museumssammlung? Welche Anforderungen stellen die Aufgaben Bewahrung, Erforschung und Dokumentation dieser Zeugnisse an einen Raum? Und welche Geschichten und Erinnerungen schlummern in den Regalen, Schränken und Depots eines Museums?
