Vom 11. November 2026 bis zum 24. Januar 2027 zeigt das Stadt- und Industriemuseum Guben die Ausstellung „Joachim Kobelius – Querschnitt eines Lebenswerkes“. Die Gemeinschaftsausstellung des Museums mit Frau Lydia Schwarz und Herrn Andreas Eckert widmet sich dem umfangreichen Schaffen eines Künstlers, dessen Arbeiten vielen Gubenerinnen und Gubenern seit Jahrzehnten vertraut sind.
Joachim Kobelius wurde am 12. August 1935 in Belgern im Kreis Torgau geboren und lebt in Guben. Bereits seine beruflichen Anfänge führten ihn zur Malerei: Von 1949 bis 1952 absolvierte er eine Ausbildung zum Schrift- und Möbelmaler und besuchte während dieser Zeit einen Abendkurs für Malerei und Grafik im Schloss Hartenfels in Torgau.
Nach seiner Versetzung nach Guben im Jahr 1956 waren erste Ölbilder von ihm in einem Gubener Schaufenster zu sehen. Kontakte zu örtlichen Malern und später die Mitarbeit in verschiedenen Malzirkeln begleiteten seine weitere künstlerische Entwicklung.
Nach einer längeren Schaffenspause wandte sich Kobelius ab 1980 wieder verstärkt der Kunst zu. Seit 1990 ist er Mitglied der Gubener Kunstgilde e. V. Über die Jahrzehnte entstand ein vielseitiges Werk, in dem sich unterschiedliche Techniken, Motive und Ausdrucksformen wiederfinden. Neben Malerei gehören insbesondere Feder- und Tuschezeichnungen, historische Stadtansichten, Karikaturen und Illustrationen zu seinem Schaffen. Einen besonderen Platz nimmt dabei immer wieder Guben ein: die Stadt, ihre Gebäude, ihre Geschichte und nicht zuletzt ihre Menschen.
Genau diese Vielfalt steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie versammelt Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensperioden und führt verschiedene künstlerische Techniken von Joachim Kobelius zusammen. Statt einzelne Stationen seines Werkes für sich zu betrachten, entsteht so ein Querschnitt, der Entwicklungen, wiederkehrende Motive und die große Bandbreite seines künstlerischen Schaffens sichtbar macht.
Begleitet wird die Ausstellung von einem Buch über das Lebenswerk von Joachim Kobelius, das von Lydia Schwarz und Andreas Eckert verfasst wurde. Zur Ausstellungseröffnung wird die Publikation erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ergänzt die Schau und bietet die Möglichkeit, sich auch über den Museumsbesuch hinaus mit dem Leben und Schaffen des Gubener Künstlers zu beschäftigen. Im Anschluss an die Präsentation wird das Buch käuflich zu erwerben sein.
Die Ausstellung lädt damit zu einer Begegnung mit einem vielseitigen Lebenswerk ein und zugleich dazu, manches Vertraute aus Guben neu zu entdecken, festgehalten mit dem Blick eines Künstlers, der die Stadt über viele Jahrzehnte hinweg künstlerisch begleitet hat.

